Nachhaltigkeit im Büro – Biophile Atmosphäre im Wildnisbüro Deutschland

Eingangsbereich mit dunkelgrünen Wänden, dunkelblauer Decke und Raumteilern mit Baumsilhouetten. An der Wand das Schrift-Logo "Wildnis in Deutschland".

Wie geht nachhaltig? 

Seit 2024 gibt es die KlimaWildnisZentrale im Rahmen der Initiative Wildnis in Deutschland. Als physische Anlaufstelle ist das Wildnisbüro in Berlin Arbeitsort, Treffpunkt, Austausch-Raum und Kommunikationspunkt. Hier wird daran gearbeitet, mindestens 2% der Landfläche in Deutschland zu großen Wildnisgebieten zu entwickeln bzw. die Natur sich selbst zu überlassen – für mehr Artenvielfalt und gesunde Natur.

Wohnliches Büro, anregende Meetingräume

Mit einer Initiativberatung, einem Aufmaß der Räume, Grundrisserstellung und konzeptionellen Fotocollagen hat raumdeuter bei der Einrichtung unterstützt. In einem fruchtbaren Austausch und mit viel Eigeninitiative der Mitarbeitenden konnten die Ideen umgesetzt werden. So erspürt man schon beim Eintreten das Thema etwa anhand der Farben aus dem Corporate Design oder der Baumsilhouetten auf den Raumteilern. Viel helles Holz und natürlich wirkende Farben sowie reichlich Pflanzen unterstützen die biophile Atmosphäre.

Welche nachhaltigen Aspekte wurden hier umgesetzt? Wir orientieren uns an der Phase Nachhaltigkeit für Innenarchitektur! >>>

Nachhaltigkeitscheck Punkt 1: Flexibilität und Mehrfachnutzung

Es wurde mit losen Möbeln gearbeitet, die jederzeit in ein anderes Domizil mitgenommen werden können. Aber auch die Anpassungsfähigkeit und Flexibilität innerhalb der Räume ermöglichen eine vielfältige Nutzung über den gesamten Tag. Die Tische im Besprechungsraum bestehen aus Tischplatten und Tischböcken und können so leicht und intuitiv platziert oder entfernt werden. Rollbare Einzelmodule bilden eine kleine Arena. Modulare Polsterelemente lassen sich in verschiedener Weise kombinieren. Eine Sofa-Ecke im Büro ergänzt eine zusätzliche bequeme und legere Besprechungssituation.
So bieten die Räume eine Bühne für das Arbeiten, für Co-Working von Tagesgästen, für konstruktive Besprechungen, für Abendveranstaltungen, kleine Podiumsdiskussionen, persönliche Strategiegespräche, Beratungen und vieles mehr.

Nachhaltigkeitscheck Punkt 2: Materialien und regionale Herkunft

Schreibtische, Polstermodule und flexible Präsentationstafeln sind innerhalb Deutschlands produziert, weitere Möbel innerhalb Europas. So sind kurze Transportwege und geprüfte Fertigungsprozesse gesichert. Einheimische Hölzer bestimmen die Einrichtung. Die Stühle und Hocker eines französischen Herstellers lassen sich sortenrein trennen. Die Schreibtische sind mit Linoleum beschichtet, einem Material aus nachwachsenden Rohstoffen. Wie auch im Holz wird hier Co2 gebunden. Es wurde auf langlebige Qualität und auf Patinafähigkeit geachtet. Nicht zuletzt tragen die wohngesunden Materialien und die biophile Atmosphäre zum Wohlbefinden bei.

Nachhaltigkeitscheck Punkt 3: Suffizienz, Angemessenheit und einfaches Bauen

Mit begrenzten Mitteln wurde eine angenehme Raumatmosphäre geschaffen, die dennoch das Thema der inhaltlichen Arbeit deutlich repräsentiert und vermittelt. Durch Veränderbarkeit des Mobiliars sind keine großen Räume notwendig. Auf aufwändige Einbauten und Technik wurde verzichtet. Die vorgefundenen Altbauräume wurden lediglich renoviert und vorhandene Elemente z.B. in Küche und WCs beibehalten.

Nachhaltigkeitscheck Punkt 4: Identität, Inspiration, Kooperation

Bereits im Entstehungsprozess hat die Zusammenarbeit Spaß gemacht! Die gemeinsame Leidenschaft für den Naturschutz war eine gute Voraussetzung für die Ideenfindung. Die weiterführende eigene Umsetzung im Team des Wildnisbüros bindet die Mitarbeitenden noch enger an „ihre“ Räume. Entstanden ist eine für alle mitwirkenden Gäste einladende, inspirierende Insel in der Großstadt. Für neue Wege zu mehr Wildnis in Deutschland!

Bildstreifen mit 4 Motiven eines nachhaltigen, biophil gestalteten Büros

Mehr Eindrücke auf der Projektwebseite >>>

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Aktuelles

I wie Innenarchitekt*in

"Innenarchitekt*in" - das geht leicht von den Lippen und man versteht recht gut, was sich dahinter verbirgt. Trotzdem oder gerade deshalb müssen wir Kund*innen oder der Presse immer wieder erläutern, dass der Berufsbegriff geschützt ist. Auch bei uns im Büro ist nicht jeder bzw. jede "Innenarchitekt*in". Denn nur, wer Mitglied der Architektenkammer ist, darf sich so nennen.

E wie Elefantenhaut

Elefantenhaut ist ein bestimmter flüssiger Schutzanstrich für den Innenraum. Meist ist das eine Polyvinylacetat-Dispersion, also ein Kunststoff. Der Anstrich ist nach dem Durchtrocknen abwaschbar, schmutzabweisend und bedingt scheuerfest.

D wie Dekor

Dekor bezeichnet die Oberflächenoptik eines Produktes oder eines Elements. Das kann ein Schablonenmuster auf einer Wand sein oder der Musterdruck eines Vorhangs oder einer Tapete.