„Form follows Verfügbarkeit“

Form follows Verfügbarkeit

Zirkuläres Bauen, Wiederverwendung von Produkten und Materialien oder deren Upcycling verlangen nach einem anderen Denken im Entwurf. Nicht auf dem weißen Blatt entstehen neue Welten, sondern es stellt sich die Frage, wie aus dem Vorhandenen die Nutzungsansprüche und ästhetischen Qualitäten bedient werden können!

Der Gestaltungsleitsatz „Form follows function“ (dt.: Die Form folgt der Funktion) postulierte, dass sich die Form und Gestaltung aus ihrem Nutzzweck ableiten solle. Das Zitat des amerikanischen Architekten Louis Henry Sullivan wurde dann vom Bauhaus in Deutschland konsequent angewandt. Dies fiel in eine Zeit, in der neuartige Werkstoffe und Technologien revolutionäre Perspektiven eröffneten. Altes oder Vorhandenes weiter zu nutzen, war keine Priorität.

Dem Credo „Form follows Verfügbarkeit“ zu folgen, bedeutet nicht das Gegenteil, denn der entstehende Entwurf kann durchaus die Funktion der Räume und Dinge wiederspiegeln. Die Wahl der Mittel orientiert sich jedoch nicht mehr vorrangig an allem, was neu eingekauft oder hergestellt werden kann, sondern z.B. an dem, was der Bestand beinhaltet, was ein Werkstoffhof anbietet oder was gerade als großer Restposten verfügbar ist. Die Integration solcher Dinge erfordert Kreativität, Geschick und Weitsicht – davon ist bei raumdeuter ausreichend vorhanden!

 

Aktuelles

Wegbegleitung

Zugegeben, wir genießen es, Projekte zu bearbeiten, die unserer Erfahrung und unserem Schwerpunkt entsprechen. Hier kann unser Wissensschatz und die erprobte Routine Freiraum geben für kreative Schlenker, gleichzeitig ruht der Prozess auf einem stabilen Fundament. Unsere Kund*innen fühlen sich gut aufgehoben.

Architektur im Film: Die Böhms

In der Programmreihe "Architektur im Film" der Architektenkammer Berlin ging es am letzten Donnerstag, dem 19.5.2022, um den Film "Die Böhms".

K wie Kunststein

Kunststein ist ein Sammelbegriff für künstlich hergestellte Steinersatzprodukte, die zement- oder harzgebunden sind und oft Quarz enthalten sowie Gesteinsmehle, Sand und Kies.

Klimafreundlich ins Büro

Jetzt ist das letzte Puzzlestück eingefügt. Schon seit langem kommen wir alle mit den Öffentlichen, mit dem Rad oder mit elektrischem Car-Sharing zur Arbeit und zu den Kunden. ...

I wie Innenarchitekt*in

"Innenarchitekt*in" - das geht leicht von den Lippen und man versteht recht gut, was sich dahinter verbirgt. Trotzdem oder gerade deshalb müssen wir Kund*innen oder der Presse immer wieder erläutern, dass der Berufsbegriff geschützt ist. Auch bei uns im Büro ist nicht jeder bzw. jede "Innenarchitekt*in". Denn nur, wer Mitglied der Architektenkammer ist, darf sich so nennen.