Auftraggeber: Springer Aktiv AG
Standort: Berlin-Reinickendorf
Zeitraum: 2025
Fläche: 185 m²
Themen:
Wandgrafik
3D-Druck
Projektion und Mapping
Gut zu Fuß – Firmengeschichte grafisch erzählt
Ausstellungsgestaltung für die Springer Aktiv AG
Geheimnisvolle Kisten, ein umfangreiches Datenarchiv und die erfolgreiche Entwicklung des Familienunternehmens: Darauf stießen wir, als uns die Springer Aktiv AG in ihren Firmensitz in Berlin-Reinickendorf einlud. Mit einer Werksbesichtigung lernten wir die faszinierende Welt der Einlagenherstellung kennen. Während natürliche Materialien wie Kork und Leder noch immer zum Einsatz kommen, hat sich die Produktion des Orthopädie-Unternehmens mit modernen Technologien wie CNC-Fräsen, 3D-Druck und neuen Materialien längst rasant weiterentwickelt.
Und genau darum ging es in dem Auftrag: Die Firmengeschichte sollte durch eine Ausstellungsgestaltung im Gebäude wahrnehmbar gemacht werden – nicht in einem separaten Gebäudeteil, sondern im alltäglichen Arbeitsumfeld. Während die langjährig tätige Belegschaft dadurch Anerkennung erfahren sollte, war ebenso ein Wow-Effekt und informativer Mehrwert für regelmäßig anwesende Seminargäste und medizinisch-orthopädische Fachleute gewünscht. Die Erfahrung und Kompetenz der Springer Aktiv AG sollte erfahrbar und eindrücklich gezeigt werden.
Die Firma hat viel Bildmaterial und historische Objekte gesammelt. Eine Auswahl wird in der Ausstellung präsentiert, aber auch aktuelle Fotos, Innovationen und Exponate unter den drei Themenfeldern der Manufaktur: Mensch. Maschine. Material.
Aus dem Zeitstrahl heraus entwickelt sich die Ausstellungsgestaltung mit Linien an den Wänden entlang bis in den Aufenthaltsbereich und den Besprechungsraum hinein. Mit professioneller Grafik, einigen Renovierungsmaßnahmen und neuen Elektroinstallationen für die Medientechnik konnte die Ausstellung umgesetzt werden. Thematisch werden die Firmengeschichte, Fertigungsprozesse, Menschen im Unternehmen sowie Materialien beleuchtet.
Im Foyer lenkt ein gigantischer Fuß die Blicke auf sich. Er ist – wie viele Produkte der Firma – in 3D-Druck gefertigt worden. Mit minutiösem Video-Mapping wurden wechselnde Projektionen auf das Objekt angepasst. Sie zeigen z.B. den anatomischen Aufbau eines Fußes. Nachdem die Besucher im Treppenhaus etwas über die Meilensteine der Firmengeschichte gelernt haben, können sie an Bildschirm und Hörstation tiefer in die Materie einsteigen. Großdrucke präsentieren Menschen nahbar und zeigen Maschinen auf ästhetische Weise. Auf Podesten werden zuletzt die Materialien für die Einlagen erläutert und mit Modellfiguren humorvoll präsentiert. So verbindet die Ausstellungsgestaltung verschiedene Lösungen, die alle Sinne ansprechen.
Kooperation Szenografie: Christina Mrosek Fotos: Finn Eidam